Stressmanagement

Chronischer Stress kann tödlich enden! Viele der heutigen Volkskrankheiten, v.a. der Bluthochdruck, können schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Laut WHO gilt Stress als eine der größten Gesundheitsgefahren dieses Jahrhunderts.

Stress an sich ist ein normaler, physiologischer Vorgang. Wenn der Organismus es jedoch nicht mehr schafft, sich den dauerhaften Anforderungen und Belastungen zu stellen, kann Stress chronisch werden. Der Regelkreis der neuronalen Botenstoffe gerät aus dem Gleichgewicht mit umfangreichen Folgen für den Körper und die Psyche.

Biologisch gesehen ist Stress ein eigentlich sehr sinnvolles Programm des Körpers. Er aktiviert unseren Organismus, kann uns zu Höchstleistungen verhelfen und hat schon so manchem unserer Vorfahren das Leben gerettet, indem er uns in kürzester Zeit kampf-  oder  fluchtbereit macht.

Stress ist sehr individuell geprägt.  Was für den Einen eine willkommene Herausforderung ist, stellt für den Anderen bereits eine Überforderung dar. Ob Stress empfunden wird ist demnach abhängig von der emotional-kognitiven Bewertung und den zur Verfügung stehenden Ressourcen.

Heutzutage ist das Wort „Stress“ allerdings eindeutig negativ besetzt. Und das nicht ohne Grund. Auf Stress über einen längeren Zeitraum hinweg reagiert der Organismus mit zahlreichen körperlichen und psychischen Symptomen.  Auf keinen Fall sollten die Symptome ignoriert werden, da Stress oftmals schwere Krankheiten auslösen kann.

Typische psychische Anzeichen für Stress sind unter anderem

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Antriebsschwäche
  • Erhöhte Reizbarkeit
  • Nervosität, innere Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Essstörungen
  • Nächtliches Zähneknirschen
  • Depressive Verstimmung
  • Angst- und Panikattacken

Körperlich zeigt sich die übermäßige Belastung durch

  • Herzrasen
  • Erhöhter Blutdruck
  • Durchfall
  • Nervöser Magen
  • Schweißausbrüche
  • Schwindelanfälle
  • Körperliches Erschöpfungsgefühl
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Verspannungen
  • Schmerzen
  • Nachlassende Libido
  • Lidzucken

In unserer heutigen Zeit  treten diese Symptome so gehäuft auf, dass wir sie mittlerweile für normal halten bzw. die körperlichen Warnsignale gar nicht mehr wahr nehmen. Sogar Kinder sind heute schon davon betroffen.

Wird das Leiden unerträglich führt der erste Weg zum Arzt. Kann nach einer medizinischen Abklärung keine eindeutige Ursache gefunden werden, bleiben uns nur zwei Wahlmöglichkeiten: Wir können der Welt weiterhin die Schuld an unserem Stress geben oder die Verantwortung für unsere Reaktionen übernehmen.

Ein Leben ohne Stress ist nicht möglich! Doch wir können unserem Körper helfen in Balance zu bleiben, indem wir lernen unser Erregungsniveau zu kontrollieren, unsere Aufmerksamkeit zu steuern und für aktive Regeneration zu sorgen.

Die Durchführung eines Stressprofils am Beginn der Biofeedback-Sitzung dient der Beantwortung folgender Fragen: - Welches Körpersystem reagiert am stärksten auf psychischen Stress? - Welches Körpersystem zeigt eine verzögerte Erholung nach dem Stressor? - Welche Inhalte erzeugen die größte physiologische Reaktion? Die körperliche Reaktion auf Stressoren und die Entspannungsfähigkeit nach den Stressoren wird objektiv gemessen und die psycho-physiologische Wirkung von bestimmten Inhalten (Vorstellungen, Personen, Situationen, Bilder) getestet. 
 
Die gewonnen Informationen werden dem Klienten erklärt, mit seinen subjektiven Empfindungen abgeglichen und ein biofeedbackunterstütztes Trainingskonzept entwickelt. Je nachdem in welchem Körpersystem der Klient besonders stark reagiert, wird in Folge versucht, spezifisch jene Körperfunktionen zu verändern, deren Veränderung für einen Heilungsprozess notwendig sind. Dabei geht es primär um das Wahrnehmen, Erkennen und Kontrollieren von Erregungszuständen.